Dietmar Teubert: Kreis-AfA begrüßt Anhebung des Mindestlohns

Dietmar Teubert
Dietmar Teubert Bild: SPD Kreis Verden

Der Mindestlohn soll ab 1. Oktober 2022 auf 12 Euro steigen. Dazu hat Dietmar Teubert in einer Online-Tagung der SPD-Arbeitnehmerorganisation (AfA) als Kreisvorsitzender zum Referentenentwurf des Bundesarbeitsministers Hubertus Heil (SPD) Stellung bezogen. Dietmar Teubert begrüßte dabei die beabsichtigte Anhebung, mit der eine langjährige Forderung der SPD-Arbeitnehmerorganisation, der SPD sowie der Gewerkschaften umgesetzt werden soll. Die neue Regierungszusammensetzung macht dies endlich möglich, lobte Teubert.

Für Teubert bedeutet das Vorhaben eine gezielte, finanzielle Besserstellung von vielen Millionen Arbeitnehmer*innen mit geringem Einkommen. Vor dem Hintergrund starker Ungleichkeiten auf dem Arbeitsmarkt sei eine Erhöhung sozialpolitisch auch dringend geboten. Gleichzeitig müsse auch die Tarifbindung gestärkt werden, forderte Sozialdemokrat und Gewerkschafter Teubert.

Teubert wörtlich: „Viele Menschen in Deutschand können von ihrer Arbeit nicht mehr leben. Niedriglöhne sind weit verbreitet. Dass passt nicht zu einer Gesellschaft, die sich ganz überwiegend als Arbeitsgesellschaft versteht. Eine armutsfeste Bezahlung muss deshalb für alle sichergestellt werden. Es geht hier schlicht und einfach um die Würde und den Wert von Arbeit. Es ist daher sozialpolitisch geradezu geboten, dass der Mindestlohn steigt. Mit Grünen und FDP in der Regierungsverantwortung ist dies jetzt möglich geworden. Der Mindestlohn verbessert gezielt untere Einkommen, stärkt die gesellschaftliche Teilhabe und trägt dazu bei, dass viele Beschäftigte nicht mehr auf aufstockende Sozialleistungen angewiesen sind.“

AfA-Sprecher Heinz Möller ergänzte: „Gleichzeitig ist ein Mindestlohn überhaupt erst wegen rückläufiger Tarifbindung und einer Ausweitung des Niediglohnsektors notwendig geworden. Diese strukturellen Heraus-forderungen in vielen Bereichen des Arbeitsmarktes müssen ebenfalls angegangen werden. Dazu muss die Tarifbindung wieder gestärkt und die Sozialversicherungspflicht insbesondere bei der geringfügigen Beschäftigung ausgeweitet werden.“