SPD-Resolution anlässlich des 80. Jahrestages des Überfalls der Wehrmacht auf die Sowjetunion

Anlässlich des 80. Jahrestages des Überfalls der Wehrmacht auf die Sowjetunion vom 22. Juni 1941 haben Präsidium und Parteivorstand der SPD in ihrer heutigen Sitzung eine Resolution verabschiedet.

Dazu erklärt Dietmar Nietan, Mitglied im Präsidium und im Geschichtsforum der SPD:

„Wir verneigen uns vor den Opfern der menschenverachtenden Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands in Mittel- und Osteuropa.

Wir sind uns bewusst, in welchem Ausmaß der rassistisch und ideologisch motivierte NS-Eroberungs- und Vernichtungskrieg und seine Folgen die Völker der Sowjetunion und ihre Gesellschaften geprägt und ihre Geschichte für Jahrzehnte mitbeeinflusst hat.

Das gilt nicht nur für Russland, das nicht allein mit der damaligen Sowjetunion gleichzusetzen ist, sondern ebenso für die Ukraine, Weißrussland, die baltischen Staaten und weitere Länder. Das unfassbare Leid des Krieges hat über Generationen hinweg tiefe Spuren hinterlassen.

Dieses dunkle Kapitel der Geschichte begreifen wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten als fortwährenden Auftrag, für Frieden und Verständigung einzustehen und Brücken zwischen Menschen und Gesellschaften zu bauen. Ideologie und Hass dürfen nie mehr die Oberhand gewinnen.“