Flagge zeigen gegen die AfD

"Dass die AfD ihre Zelte in Ritterhude aufschlägt, um für ihr überkommenes und menschenverachtendes Weltbild zu werben, macht mich betroffen. Der Wahlkreis Osterholz-Verden, für den ich mich als SPD-Bundestagsabgeordnete in Berlin einsetze, ist weltoffen und tolerant. Deshalb werden verschiedene demokratische Initiativen Flagge zeigen gegen die AfD", kommentiert Christina Jantz-Herrmann die heutige Veranstaltung der AfD in Ritterhude.

"Weiterhin müssen wir uns aktiv inhaltlich auseinander setzen mit dieser Partei vom rechten Rand. Die Diskussion um die AfD ist in der Regel auf rechtslastige Kommentare und Provokationen ihres Führungspersonals fokussiert. Diese müssen wir klar verurteilen, gleichzeitig gilt es aber auch, herauszuarbeiten, wofür die AfD sonst noch steht. Soziale Gerechtigkeit? Pustekuchen. So hat sich Frauke Petry gegen den gesetzlichen Mindestlohn geäußert. Auch will die AfD die Erbschaftssteuer und die Grunderwerbssteuer kurzerhand abschaffen, also die reichen Erben und Grundbesitzer absolut bevorzugen und die soziale Spaltung vorantreiben. Auch beim Familienbild der AfD lohnt es, genauer hinzuschauen. Die "natürlichen Geschlechterrollen" werden angeführt, der "Gender-Wahn" bekämpft. Sollen die Frauen also an den Herd und die Männer auf die Jagd?! Dies ist auch ein Angriff auf alle Frauen, die selbst bestimmen wollen, wie sie leben. Suchen wir also weiterhin die inhaltliche Auseinandersetzung mit der AfD, in diesen Tagen in unserer Heimat, wie auch grundsätzlich in unserem Land. Das AfD-Programm ist der Fahrplan in das Deutschland von vorgestern", meint die SPD-Bundestagsabgeordnete.